C. Hehlert, 18. Januar 2010“… weil die Kirche zum Stadtkern von Potsdam gehört.”
, 28.01.10
Prof. Dr. Rolf-Dieter Müller, 1. Dezember 2008“…weil damit – im Sinne des Widerstandskämpfers Henning v. Tresckow – eine Anknüpfung an positive Traditionen der deutschen Militärgeschichte verbunden ist.”
Simone Schlenz, 23. März 2010“… weil es ein Stück Geschichte ist”
Isabel Schoelen, 22. Februar 2012“… weil sie ein sehr historischer Ort ist.“
Lena Wagner, 6. Juli 2010“… weil sie von historischer Bedeutung und ein Teil des Stadtbildes ist.”
, 06.07.10
Wolfgang v. Kaltenborn, 10. Juni 2008“…weil damit Potsdam seine Identität zurückerhält.”
Thorsten Haß, 11. Dezember 2012“… weil sie wieder ein Haus Gottes werden soll.”
R. Oback, 4. Januar 2012“… weil sie zu Potsdam gehört und die Silhouette der Stadt wieder vervollständigt.”
SchwertfegerJ., 19. Februar 2010“…wegen der Stadtsilhouette.”
, 19.02.10
Michael Harlaß, 18. Juli 2010“… weil sie zum historischen Stadtbild gehört.”
, 18.07.10
Angelika Mahn, 8. September 2012“… weil es bei der Frauenkirche auch geklappt hat.“
Peter Kerd, 13. November 2012“… weil ich dafür bin, daß alte historische Gebäude wieder aufgebaut werden.“
Michael Klüh, 22. Dezember 2010“… weil es höchste Zeit dafür wird!”
Ulrich van Nahmen, 24. August 2012“… weil diese Kirche zum Stadtbild gehört und ein Symbol für ein freiheitliches, friedvolles Deutschland werden soll.“
Helga Müller-Laatsch, 29. Januar 2011“… weil die Werte der Großeltern hier ihren noch gültigen „Sitz im Leben“ darstellen.”
Sieglinde Fadtke, 23. Juni 2012“… weil sie Tradition hat.“
Ricardo Röhr, 7. Juni 2008“… weil ich hier getauft wurde.”
Dr. Hans-Michael Dombrowsky, 12. März 2012“… weil sie sichtbares Zeichen unserer Kultur und unserer Geschichte ist.“
Dorothea Buttighoffer, 8. April 2010“… wegen der Versöhnung mit der Geschichte und als Nachfahrin von Bernhard Rogge (Hof- und Garnisonprediger Potsdam).”
, 08.04.10
Ingrid und Jörg Marquardt, 10. Juni 2008“…weil ein Volk, das aus seiner Geschichte nicht lernt, dazu verurteilt ist, sie zu wiederholen.”
Am 16. März 2013 um 09:52 Uhr
Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,
gerade aus Ihrem ersten Satz lese ich eine enorme Verkürzung “der” Geschichte heraus. Tatsächlich kann die gesamte Geschichte der Garnisonkirche in ihrer über zweihundertjährigen Geschichte nur mit Gewalt auf einen Nenner gebracht werden, ebenso wie es sich mit allen historischen Bauwerken verhält, die aus vordemokratischen Zeiten stammen. Der Bezug zum Militär, was für Potsdam prägend war, ist im Grunde genommen bei Hunderten von Gebäuden gegeben, der Bezug zum Militarismus – ein heroisches Denkmal zum Ziehen in Schlachten – praktisch bei gar keinem.
Die Umsetzung der Siegessäule in Berlin zu ihrem jetzigen Standplatz und ihre Erhöhung um ein weiteres eingesetztes Glied war eine Facette der Vorbereitungen der Welthauptstadt Germania. Das im Krieg verschont gebliebene Reichsluftfahrtministerium von Ernst Sagebiel (1936-38) war Prototyp der bis 1960 geplanten Bauten der genannten Welthauptstadt Germania.
Ich fände es sehr bedenklich, aus rein praktischen Erwägungen Gebäude, die etwas ganz anderes ausstrahlen, selbstverständlich und ohne mit der Wimper zu zucken, zu nutzen und ein Bauwerk, was i. S. des Frühbarock als Prototyp für die weitere barocke Entwicklung dieser Stadt stand, nicht zu bauen.
Bliebe die Frage von Ablesbarkeit und der Zäsuren in der Geschichte: Ich finde, den Menschen sollte mehr zugetraut werden, als sie mit der Nase auf etwas zu stoßen. Was mich selbst angeht: Das wesentlicheste Dazulernen ist bei mir gekommen nicht durch einen Kommentar, wie es denn nun richtig sei, sondern dass ich im Zuge meiner Neugier plötzlich auf etwas stieß, was mich nachdenklich machte.
Das Nagelkreuz vor der Kirche und eine Skulptur, Krieg soll um Gottes willen nicht sein, im Kirchengebäude selbst, wie auch die dort geplante Versöhnungsarbeit empfinde ich als solche Zeichen. Unaufdringlich und gerade deshalb motivierend.
Am 8. März 2013 um 23:48 Uhr
Neben der m. E. unbestreitbaren Schönheit der Garnisonkirche, verbunden mit der Vervollkommnung der Potsdamer Stadtsilhouette durch den barocken Turm spricht für einen Wiederaufbau die Tatsache, daß an der Geschichte dieser Kirche die Geschichte Preußens, das Auf und Ab, die heute noch (leider nicht immer) aktuellen preußischen Tugenden wie auch gerade deren Pervertierung und nicht zuletzt der Haß auf alles Preußische erkennbar war und wegen ihres Fehlens noch ist.
Kraft, Erfolg und Gottes Segen für einen baldigen Wiederaufbau. Potsdam, das Land Brandenburg und alle, denen Preußen als regionale Geschichte etwas bedeutet (selbst, wenn sie sich daran reiben), haben es verdient!
Persönlich hege ich den Wunsch, daß auf jeden Fall der Turm in seiner originalen Gestalt wiederersteht. Für das Kirchenschiff kann ich mir auch einen schlichten, zeitlos wirkenden Baukörper in der ursprünglichen Kubatur vorstellen (aber in Stein, nicht Glas und Stahl).
Am 6. März 2013 um 01:09 Uhr
Ein Bauwerk mit einer so reichen, brutalen und traurigen Geschichte einfach so 1:1 nachzubauen finde ich perfide. An diesem Bauwerk, sollte es tatsächlich entstehen, müsste unsere Geschichte deutlich ablesbar sein. Die angedachte Ausstellung in den Innenräumen erscheint mir daher wie ein mutloses Alibi. Dieses “deutlich ablesbare” muss auch provozieren, auffallen und im Dienste einer tatsächlichen Aufklärung stehen. Ansonsten richten wir es uns gemütlich in unserer Nostalgie ein. Eine trügerische Nostalgie die tausende Touristen fotografieren und wiederum tausendfach reproduzieren werden.
Wollen wir den Menschen nicht wirklich mehr geben? Trauen wir Ihnen nicht mehr zu? Wollen wir sie nicht mit unserer tatsächlichen Geschichte konfrontieren? Wollen wir Aufklärung oder Disneyland?
Am 15. Februar 2013 um 21:10 Uhr
Vielleicht einige Anmerkungen, geschrieben aus eigener Befindlichkeit
Ich persönlich sehe die Aufgabe dieser Meinungsseite und des Gästebuchs darin, mitzuteilen, was einem persönlich bewegt, hier speziell bezüglich des Baus/ der Wiederrichtung dieser Kirche. Darum würde ich persönlich es mir wünschen – ohne darin vermessen zu sein – wenn alle Gedanken zumindest im Mindestmaß den Gedanken der Inspiration enthielten, was Meinungsverschiedenheiten mit einschließt. Dies jedoch nicht im Vollzug vorgegebener Linien, wie ich das empfinde und des leider üblich gewordenen Kampfes um Sieg und Niederlage.
Vielleicht kann das auch ein Bogen zum Versöhnungsgedanken sein, über vergangene Grabenkämpfe hinauszuwachsen, die nach meiner Empfindung eh nicht mehr stimmen, ggf. sogar nie gestimmt haben, außer, irgendeine Partei will das so.
Martin Sabrow hat zum Tag von Potsdam, dessen 80. Jahrestag bevorsteht, eine sehr differenzierte Arbeit geschrieben, dass es so gradlinig, wie es oft zur Behauptung steht, gerade nicht war. Das betrifft das seinerzeit recht sprunghafte, fast schon getriebene Agieren des neuen NS-Machthaber genauso wie das Verhalten von vielen anderen im Vorfeld dazu.
Freuen würde ich mich, dass sich Nicht-für-etwas-Erwärmen-Können nicht schon automatisch und im Umkehrschluss bedeutete, GEGEN etwas sein zu müssen. Geschätzte 90 % der Dresdner haben sich seinerzeit, als der erste Gedanken nach einem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche seitens Ludwig Güttler aufkam, sich nicht für einen Wiederaufbau erwärmen können. Aus den unterschiedlichsten Gründen. DAGEGEN waren sie trotzdem nicht.
Wo tatsächlich das Herzblut von Menschen für etwas steht, wie das leicht nachvollzogen werden kann und wo es nicht nur ein politisches Programm ist, was so etwas fordert: Könnte jemand wirklich mit Herzblut DAGEGEN sein, ihn daran hindern wollen oder ist es etwas anderes, was zur programmatischen Gegnerschaft treibt?
Am 11. Februar 2013 um 19:45 Uhr
Ich bin für den Wiederaufbau, weil ich denke, dass die Kirche noch heute das Wahrzeichen Potsdams gewesen wäre, wenn es nicht ihre sinnlose Zerstörung gegeben hätte. Niemand hätte sich nach dem Krieg daran gestört, wäre sie nicht einem willkürlichen Zerstörungswahn zum Opfer gefallen. Ich freue mich, wenn es vollbracht ist.
Am 8. Februar 2013 um 16:42 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir dieses Gästebuch vor allem für den Zweck betreiben, ein möglichst breites Spektrum an Meinungen von möglichst vielen Personen abzubilden. Es ist also nicht hilfreich, wenn dieser Blog durch Einzelne dominiert wird. Es freut uns natürlich, wenn Sie sich stark für den Wiederaufbau der Garnisonkirche interessieren. Wir laden Sie herzlich in die Ausstellung ein, um das direkte Gespräch suchen. Dafür eignen sich auch die vielen Veranstaltungen, zu denen wir regelmäßig einladen.
Freundliche Grüße,
Michael Kreutzer,
Assistent des Vorstandes der FWG
Am 3. Februar 2013 um 18:05 Uhr
Sehr geehrter Herr Helmut Krüger,
[...]
Sie Schrieben zum Versöhnungsgedanken: ” Wenn ich die Angelegenheit richtig verfolge, so sehe ich kein Nachlassen darin, gerade diesen Brenn- und Kristallisationspunkt deutscher Geschichte aufzuarbeiten.”
Wo und wie wird den hier Geschichte Aufgearbeitet. Z.B. wird der Tag von Potsdam geradezu ausgeblendet, und die Behauptung aufgestellt er sei in seiner Bedeutung längst widerlegt. Was natürlich nicht stimmt.
Beim Versöhnungszentrum hätte niemand verlangt das dieses in Palästina Frieden stiftet .Aber eine Zusammenarbeit mit der Potsdamer Universität und der Fach Hochschule Potsdam hätte hier durchaus zu Ergebnissen führen können, hätte man denn gewollt. Das das nicht getan wird hat aus meiner Sicht hauptsächlich zwei Gründe.
Zum einen die sehr konservative Einstellung eines Teils der Stiftung und der FWG, aber hauptsächlich geht es um Geld. Das man sich von der Traditionsgemeinschaft Glockenspiel distanzierte war richtig und gab Grund zur Hoffnung. Das hatte aber zur Wirkung das die potenziellen Spender aus dieser Richtung ausfallen. Das führt dazu das man rumlaviert. Aufgabe des Versöhnungszentrums und in den Mittelpunktstellung des christlichen Versöhnungsgedankens.
Um Spender wie Siemens und ähnliche erreichen zu können, kann man nicht dem antifaschistischen Widerstand in seiner ganzen Breite gedenken. Das hatte die Stadt Potsdam bei der Grundstückübertragung verlangt . Zu mindestens müssen unter diesen Umständen alle Linken draußen bleiben. Wenn man jetzt auch noch den Hochadel zum Spenden bewegen will sind auch die meisten bürgerlichen Wiederständler tabu, es bleiben also nur noch die Attentäter um Staufenberg,mit ihrer zum Teil sehr fragwürdigen Biographien. Dito beim Nagelkreuz. Bin mal gespannt was man im Dienst der Schönheit (Geld) noch alles an Prinzipien aufgeben will.
MFG
R. Seyffer
Stellungnahme FWG:
Der “Tag von Potsdam” wird von der FWG nicht ausgeblendet sondern in der “Ausstellung zur Garnisonkirche” und in unseren Publikationen und Veranstaltungen sehr ausführlich behandelt – auch und gerade zu seinem bevorstehenden 80. Jahrestag. Die Friedens- und Versöhnungsarbeit bildet unverändert einen der drei Schwerpunkte der geplanten Nutzung der Garnisonkirche – als Kirche und nicht als ein “Iinternationales Zentrum”. Hierzu ist sie bereits jetzt Mitglied der Internationalen Nagelkreuzgemeinschaft. Ihre Spekulationen zu den Motiven unserer Spender sind allesamt unzutreffend. Seit Jahren befragen wir unsere Spender dazu mit folgendem, gleichbleibenden Ergebnis:
1. stadtbezogene Gründe (Identität Potsdams, Stadtbild, Architektur),
2. geschichtliche Gründe (Kulturgeschichte, Werte, Wiedergutmachung),
3. persönliche Gründe (Erinnerung, Familienbezug)
4. geistliche Gründe (Frieden, Versöhnung, Religion)
Burkhart Franck
Am 31. Januar 2013 um 19:27 Uhr
Zu Herrn bzw. Frau Kornmann (Ergänzung),
was den Berliner Alexanderplatz angeht, so sehe ich das vor meinem geschriebenen Hintergrund übrigens genauso wie Sie. Wer in Prag, in Rom, in Lissabon oder Budapest war, weiß, wie es keineswegs darum gehen kann, bestimmte Baustile abzuwerten, vielmehr nur dafür zu sorgen, dass vollkommen konträre und sich gegenseitig in den Schatten stellende Bauformen zueinander Abstand brauchen. Zuletzt wurde dies bspw. gegenüber der Stadt Köln angemahnt, die auf der dem Kölner Dom direkt gegenüberliegenden Deutzer Rheinseite eine ganze Batterie von Hochhäusern errichten wollte. Das Welterbe des Kölner Doms, sprich: dass er sein Wirkungsfeld braucht, gab hier den Ausschlag für den nötigen Abstand.
Genau hierin unterscheidet sich m. E. die klassische europäische Stadt von der US-amerikanischen Stadt, dass die klassisch europäischen ihren Kern im Prinzip bewahrt hat. Es ist vielleicht paradox, dass ausgerechnet die 1960er – 1980er Jahre der DDR mehr der US-amerikanischen Vorstellung von Stadt zugetan war – obwohl das ja wegen der größeren Wirkmächtigkeit weit mehr noch als gegnerisches System begriffen wurde als der Staat nebenan – als im Kern dieser Stadt die europäischen Traditionen zu bewahren.
In diesen Kontext eingeordnet sehe ich auch die Garnisonkirche. Zum Friedenshaus, was Sie vorschlagen, will ich nur kurz auf meinen Beitrag an Frau/Herrn Seyffer verweisen.
Am 31. Januar 2013 um 19:11 Uhr
Hallo Herr oder Frau Kornmann,
ich stimme Ihnen selbstverständlich darin zu, dass es keinen statischen, zeitübergreifenden einheitlichen Zeitgeschmack gibt, allerdings glaube ich schon, dass es sogar kultur- und zeitübergreifend so etwas wie ein Schönheitsempfinden gibt, wie auch immer es dann detailiert aussieht.
Mit Musik finden wir ähnliche Empfindungen, was bspw. laut und leise angeht, aktivierende oder besinnliche.
In diese Metaphern will ich das auch in Bezug auf die Stadt und besonders in Bezug auf den Stadtkern bringen.
Ich persönlich glaube, dass das wesentlichste Missverständnis der Nachkriegszeit, vor allem der 1960er und 1970er Jahre darin bestand, die Stadt innen genauso zu planen wie die Stadt außen. Das heißt, es wurde nicht mehr unterschieden zwischen der Charakteristik, dem Gepräge der inneren Stadt und ihren Erweiterungsgebieten. Insofern unterscheiden sich die Überformungen der 1960er und 1970er Jahre von denen früherer Jahrhunderte, die vielleicht hier und da zu baulichen Missgriffen führten.
Vor diesem Hintergrund sehe und empfinde ich auch die Umgestaltung des städtischen Kerngebiets von Potsdam.
Ihre Äußerung der “toten Ecke” noch vor dem m. E. unpassenden Umbau der 1960er Jahre hat mir insofern zu denken gegeben, als schon vorherige Generationen es an der menschlichen Belebung der Gegend haben fehlen lassen, wann immer dies genau eintrat. Vor diesem Hintergrund kann wohl auch die Selbstveständilchkeit der Äußerung zu DDR-Zeiten betrachtet werden, hier käme es zu einer innerstädtischen UMFAHRUNG bzw. das seinerzeit an der Heinrich-Rau-Allee neuerbaute Wohngebiet wäre das Zentrum Süd. Dies braucht allerdings der heutigen menschlichen Belebung keineswegs entgegen stehen, auch wenn sich das heute noch keiner so recht vorstellen mag.
Am 31. Januar 2013 um 18:51 Uhr
Geehrte/r Herr oder Frau Seyffer,
Sie sprechen in Ihrem Beitrag vom 13. Jan. , den ich erst jetzt lese, vom Aufbau einer Kopie und so sehr das als 1:1-Neubau stimmen mag, so sehr empfinde ich darin wiederum eine Herabwürdigung.
Mit diesem Terminus ist jeder Wiederaufbau, gleich aus welchen Gründen, faktisch erst einmal mit einer Negativ-Vokabel belegt. Dieses verkennt, dass es in jeglichen Zeitperioden immer wieder Wiederaufbauten gab, sei es der Markusturm in Venedig, der aus Gründen seinerzeit unzureichender Statik einstürzte oder auch die sieben romanischen Kirchen in Köln, ohne die die dem Rhein zugewandte Stadtsilhuette von Köln nicht diejenige wäre, die sie heute ist. Auch der Kölner Dom allein macht´s nicht her und hier will ich vom Identitätsprägenden sprechen.
Auch die frühe DDR hat diesen Aspekt gleichfalls erkannt mit dem Programm des Nationalen Wiederaufbaus in den 1950er Jahren, in Dresden mit dem Wiederaufbau des Dresdner Zwingers, in Potsdam: denke ich nur an die Dortustraße und die Wilhelm-Staab-Straße, auch wenn das in diesen Fällen freischöpferische Werke eines DDR-Barock waren.
Zum Versöhnungsgedanken:
Wenn ich die Angelegenheit richtig verfolge, so sehe ich kein Nachlassen darin, gerade diesen Brenn- und Kristallisationspunkt deutscher Geschichte aufzuarbeiten. Der Unterschied mag vielleicht nur derjenige sein, dass im Gegensatz zu den allerersten Planungen dies nicht von vorherein auf die Spitze getrieben wird, sondern das Nagelkreuz m. W. zu ebener Erde stehen wird.
Das empfinde ich persönlcih noch als trefflichere Lösung als den Turmaufsatz in seiner Symbolik misszuverstehen.