Birgit Erhardt, 25. April 2012“… weil die Kirche zu Potsdam gehört.“
Dietmar Strauch, 19. Juli 2008“…weil die Sprengung 1968 eine kulturelle Barbarei war.”
Alexandra Blum, 3. April 2010“… weil ich Geschichte lebendig erhalten möchte.”
, 03.04.10
Dr. Helge Reichert, 15. Juni 2012“… weil ich für die Wiederherstellung des alten Potsdamer Stadtbildes bin.“
Baldhoff, Brose und Paeper, 21. Juni 2008“…weil wir alle Potsdamer sind.”
Ronald Eberhardt, 18. Dezember 2009“… weil diese zum historischen Stadtbild von Potsdam gehört.”
Michael A. Volta, 4. November 2010“… weil sich Potsdam zu seiner wechselvollen Geschichte bekennen sollte.”
Christine Müller, 3. April 2010“… weil sie die Taufkirche meines Vaters ist.”
Jutta Oechelhäuser, 6. Mai 2010“… weil die Garnisonkirche zu Potsdam gehört!”
Inge Recker, 30. Juni 2008“…weil mein Großvater in Potsdam Offizier der Garde-Jäger war und meine Eltern 1921 in der Garnisonkirche getraut wurden.”
Thorsten Haß, 11. Dezember 2012“… weil sie wieder ein Haus Gottes werden soll.”
Walter Meister, 16. Mai 2010“… weil ich es schade finde, daß sie gesprengt wurde.”
, 16.05.10
Helga Müller-Laatsch, 30. Juli 2008“…weil Vergangenheit auch unsere Gegenwart und Zukunft ist.”
Ricardo Röhr, 7. Juni 2008“… weil ich hier getauft wurde.”
Rolf-Peter Raasch, 6. August 2008“…weil sie zu Potsdam gehört und für viele/alle Potsdamer ein Stück Heimat ist.”
Otto Stellmacher, 16. September 2010“… weil die Garnisonkirche von Potsdam zu Potsdam gehört wie der Kölner Dom zu Köln.”
Thilo Söhngen, 16. Dezember 2009“… weil ich sie für ein sehr geschichtsträchtiges Gebäude halte.”
Bernd, Ursula und Philipp Schulz, 14. August 2008“…weil ich den Wiederaufbau unterstützen möchte, zur weiteren Ergänzung des Stadtbildes.”
Paul v. Schiller, 5. Juni 2008“… weil sie für uns Deutsche ein historisches Denkmal ist.”
Eckart Wegner, 18. Februar 2011“… weil er Vergangenheit und Zukunft verbinden würde.”
Am 20. August 2010 um 21:33 Uhr
Und es gibt keinem zu denken, wie diese Fördergesellschaft mit einem Projekt reaktionären, rechten Militarismuses verquickt ist ?
Dass mindestens ihr Schriftführer indizierte Literatur sammeln lässt und die Ausstellung des Militärmuseums Brandenburg lieber nicht vom Staat mitfinanzieren lässt, weil dieser dann Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung hätte ?
Am 20. Juli 2010 um 09:02 Uhr
Guten Tag, mich würde mal interessieren, wie viele Spendengelder für den Wiederaufbau schon zusammen gekommen sind.
Viel Erfolg wünscht Peter
Am 8. Januar 2010 um 09:11 Uhr
So erfreulich die ersten 2 Millionen für den Wiederaufbau der Garnisonkirche sind, das Projekt ist dennoch weit von einer Realisierung entfernt. Heute las ich, dass die Kosten von der Stiftung auf 39 Millionen Euro beziffert worden sind. Bisher hatte ich immer von 25 Mio gelesen. Bei einem kürzlichen Besuch in der Aussellung hörte ich, dass bisher neben den 2 Mio erst 500.000,- gesammelt worden sind. Im Oktober 2017 will man den Turm aufgebaut haben. Das bedeutet, dass ab heute jedes Jahr mindestens 5 Mio zusammenkommen müßten, um das Vorhaben zu realisieren. Davon ist man im Augenblick weit entfernt.
Hier ist wieder nach dem Konzept zu fragen. Man sollte schauen, wie man breitere Kreise für dieses Projekt gewinnen kann und nicht allein rückwärtsgewand die Zeit von 33 -45 in den Mittelpunkt stellen.
Die Linke hat übrigens die Zuteilung von 2 Mio durch das Land scharf kritisiert. Man sieht von daher, wo die Freunde und die Gegner des Projektes zu finden sind.
Wenn diese Initiative zum Wiederaufbau scheitert, ist das eine Blamage für die Ev. Landeskirche und eine Katastrophe für Potsdam.
Kommentar der FWG:
Sehr geehrter Herr Uhlenbrock,
die Kosten für Turm und Kirchenschiff werden auf jeweils 40 Mio Euro veranschlagt, zusammen also auf 80 Mio Euro. Zusätzlich zum Stiftungsvermögen (einschließlich Grundstück) und den bisher von der FWG gesammelten Spenden ist eine Zusage von Prof. Werner Otto von 1,5 Mio Eurofür die Orgel zu berücksichtigen. Außerdem sind wir der Ansicht, daß irgend wann die bei der “Stiftung Preußisches Kulturerbe” geparkten 6 Mio Euro zur Verfügung gestellt werden müssen, da sie ja für den Wiederaufbau der Garnisonkirche gespendet wurden. Sie haben recht, daß für die weitere Sammlung große Anstrengungen erforderlich sind. Dabei hoffen wir auf die tatkräftige Mithilfe aller Freunde Potsdams und der Garnisonkirche (auf Ihre, lieber Leser!). Auch Ihren weiteren Bemerkungen können wir nur zustimmen: Das Nutzungskonzept darf nicht rückwärtsgewandt sein sondern muß auf die Lebenden zugeschnitten sein.
Ihr Burkhart Franck
Am 23. Dezember 2009 um 17:17 Uhr
Gratuliere mit die erste 2 Milionen! Viel Erfolg!
Stellungnahme FWG:
Danke, und arbeiten Sie bitte mit an den nächsten – zum Beispiel mit einem Ziegelstein!
Ihr Burkhart Franck
Am 19. Dezember 2009 um 01:33 Uhr
Die Garnisonkirche wieder aufzubauen ist ein positives Projekt. Die Minus-Seelen, die immer nur GEGEN irgendetwas argumentieren oder demonstrieren, sollten an ihrer eigenen Destruktivität erkennbar sein. Ich wünsche mir soviel Originaltreue wie möglich – sowohl im Hinblick auf die Architektur als auch die eigentliche Nutzung des Gotteshauses, wie sie seit Baubeginn erstrebt wurde von König Friedrich Wilhelm I., Friedrichs des Großen Vater. Ein Bauwerk zu Ehren Gottes. Ohne Politik (weder NS noch heute allseits üblich gewordenem Schuldkult)! Lobet den Herrn!
Stellungnahme FWG:
Lieber Herr Hild, danke für Ihre Unterstützung. Auch wir wollen die Garnisonkirche so originalgetreu wie möglich wiederaufbauen. Die Nutzung dagegen kann nicht originalgetreu erfolgen – dafür fehlen in Potsdam nicht nur Hof und Garnison (die Bundeswehr hat zwar einige hochqualifizierte Dienststellen in Potsdam, stellt aber nur wenige Kirchgänger), sondern auch die meisten anderen Voraussetzungen. In der Garnisonkirche soll es weder Schuldkult noch Parteipolitik geben. Unsere Kirche wird und kann es sich aber nicht nehmen lassen, Glaubensgrundsätze auf das heutige Leben und damit auch auf die Politik zu beziehen. Hätte sie dies in der Vergangenheit nicht getan, hätte es vermutlich keine Wende gegeben und damit auch keinen Wiederaufbau der Garnisonkirche.
Ihr Burkhart Franck
Am 16. Dezember 2009 um 23:20 Uhr
@ Uhlenbrock!
Respekt! Sie bringen es kurz und knapp sowie in aller nötigen Deutlichkeit auf den Punkt! Ich stimme Ihnen 100% zu! Leider setzen sich zu wenige Menschen mit der Geschichte auseinander bevor sie den Linken parolen folgen.
Am 11. Dezember 2009 um 00:29 Uhr
Anlässlich der Einführung des Kuratoriums der Stiftung Garnisonkirche Potsdam hielt Dr. Wilhelm Hüffmeier in der Nikolaikirche eine Predigt, aus deren Text ich zitiere:” Die hochtürmige festliche Potsdamer Garnisonkirche …(sei) in Absolutismus und Militarismus, Borussismus und Wihelminismus (verstrickt gewesen)..”
Gemeint ist also das Preussentum in seiner Ausprägung und Bedeutung für Deutschland. Diese Begriffsprägungen sind mir in der Form neu. Ich kenne auch keine Historikerdarstellung, die sich dieser Begriffe, vor allem des “Borussismus” und “Wilhelminismus”, bedient bzw. auch nur versucht, sie zu definieren. Hier hat jemand das Negative im Preussentum noch einmal kräftig steigern wollen. Nur – historisch ist das nicht. Das Preussentum ist mitnichten im Nationalsozialismus vollendet worden, sondern das Preussentum mit seiner Einstellung zur Religionsfreiheit, zu Toleranz und allgemeiner Bildung, zu sozialer Wohlfahrt und der Verantwortung des Individuums für das gesellschaftliche Ganze in Form des Staates ist ganze Gegenteil zum Nationalsozialismus und kann für die heutige Zeit eine große Hilfe sein. Das Wesentliche vom Unwichtigen zu unterscheiden, gesellschaftliche Verantwortung zu entwickeln, ohne den Mißbrauch des Individuums durch den Staat zu fürchten, das unterscheidet Preussentum und totalitäre Ideologien völlig voneinander.
Absolutismus hat es überall gegeben, auch in den kleinen Fürstentümern in Deutschland.
Leider war in ganz Europa bis zum Ende des 2. Weltkriegs der Kreig ein probates Mittel zur Durchsetzung von Zielen und Interessesn.
wir werden deutsche geschichte nicht begreifen, wenn wir sie nich tim historischen Kotenxt sehen und schauen, was zur gleichen Zeit die anderen Völker Europas gemacht haben.
Das Preussentum wollte weder den 1. Weltkrieg noch überhaupt eine kriegerische Auseinandersetzung in Europa. Aber natürlich ist man diesem Krieg uch nicht konsequent genug ausgewichen. Mit dem 2. Weltkrieg hat Preussen schon nichts mehr zu tun gehabt. Es existierte praktisch nicht mehr.
Warum schreibe ich das alles? Weil ich glaube, dass der Wiederaufbau dieser Kirche, den ich unterstütze, nur mit einer fairen Darstellung der historischen Zusammenhänge gelingen kann. Eine Anbiederung an irgendwelche linken Geschichtsverdrehungen wird das Interesse an einer Spendenaktion dieses Ausmasses nicht beleben sondern lähmen.
Stellungnahme FWG:
Sehr geehrter Herr Uhlenbrock,
Ihre Ausführungen zu Preußen können wir unterschreiben. Vermutlich tun Sie aber Dr. Hüffmeier unrecht, denn er wandte sich gegen die Verzerrungen des wahren Preußentums, die es ja leider auch gegeben hat, und die mit den Begriffen “Militarismus, Borussismus und Wihelminismus” doch ganz gut gekennzeichnet werden. – Um die faire Darstellung unserer preußischen und deutschen Geschichte wollen wir uns an der Garnisonkirche bemühen, denn sie war Schauplatz bedeutender Etappen dieser Geschichte, und hierin liegt ihr “Alleinstellungsmerkmal”. Deshalb soll sie unter anderem als Symbolkirche der Auseinandersetzung um die Frage dienen, welche Aspekte unserer Geschichte vorbildlich sein können und welche nicht.
Wenn in dieser Auseinandersetzung unterschiedliche Ansichten geäußert werden, ist dies m.E. nicht nur unvermeidlich sondern zu begrüßen.
Ihr Burkhart Franck
Am 25. November 2009 um 15:54 Uhr
Dieses Vorhaben ist beachtlich! Ich komme nicht umhin zu fragen, ob Land, Stadt oder Gemeinde sich tatsächlich, wie auf den Seiten hier dargestellt, retrospektiv den Nationalsozialisten ausgeliefert sehen kann, welche die Potsdamer Garnisionskirche missbrauchten. Dies kann ich nicht als eine wünschenswerte Abgrenzung von der faschistischen Vergangenheit sehen, sondern nur als ein gesellschaftliches Reinwaschen von Schuld, eine Reinigung des angestrebten Symbols der zu rekonstruierenden Kirche von den an ihr haftenden Negativassoziationen. Dies ist keine Auseinandersetzung mit der komplexen Geschichte einer Stadtgesellschaft, sondern eine gefällige Veschiebung auf selektive Schwerpunkte. Die Geschichte der Garnisionskirche ist eben keine reine Opfergeschichte oder eine des Widerstandes. Sicher auch, vielmehr jedoch steht die Kirche für einen preußischen Militarismus, der die Grundlage für die Entgleisungen des Nationalsozialismus bildete. Die davon ablenkende Darstellung in den hier zu findenden Texten und die breite Akzeptanz dessen bis in die politischen Spitzen unseres Landes ist erschütternd!
Stellungnahme FWG:
Sehr geehrter Herr Dill,
Wir wollen an der Garnisonkirche gerade das vermeiden, was Sie befürchten: die Verengung auf selektive Schwerpunkte. Die (gegen den Widerstand der Kirche erfolgte) und 45 Minuten dauernde Nutzung am 21. März 1933 für die Reichstagseröffnung wurde nachträglich von Nationalsozialisten und Kommunisten zu einer Gleichsetzung von Preussentum und Nationalsozialismus mißbraucht – dies ist das eklatanteste Beispiel für selektive Schwerpunktbildung. Die jahrhundertelange Nutzung der Garnisonkirche diente in erster Linie der Verkündigung von Gottes Wort. Untersuchungen zeigen, daß an der Potsdamer Garnisonkirche weniger militaristische Tendenzen nachweisbar sind als an vergleichbaren Kirchen im In- oder gar Ausland. Daß die Kirche darüber hinaus Gedenkort für die preußischen Könige und die Befreiungskriege, Stätte der Ökumene und Bezugspunkt für die Attentäter des 20. Juli 1944 war, muß bei einer gerechten Beurteilung ebenfalls berücksichtigt werden.
Ihr Burkhart Franck
Am 18. September 2009 um 09:04 Uhr
@Initiative “Bildung sta(d)t Schloss”
Gehört zur Bildung nicht auch dazu, die eigene Geschichte mit ihren schlechten wie guten Zeiten zu kennen? Muss man nicht wissen, woher man kommt?
Die Garnisonkirche ist ein Versuch, der Geschichts- und Identitätslosigkeit der breiten Masse entgegenzuwirken.
Es ist nicht die Frage wieviel der Staat ausgibt, sondern wofür. Und da gibt es weit mehr Möglichkeiten, als sich gegen den Bau der Garnisonkirche zu stellen.
Wo waren Sie als der Lausitzring oder die CargoLifterHalle gebaut wurden??
Stellungnahme FWG:
Wir können ebensowenig auf öffentliche Unterstützng verzichten, wie es die Dresdner beim Wiederaufbau der Frauenkirche konnten. Der größte Teil der Bausumme soll aber aus Spenden bestehen. Ihre Ansichten zur Aufgabe der Garnisonkirche betreffend Identität und Geschichtsverständnis teilen wir. Die Garnisonkirche ist darüber hinaus ein Versuch, der Glaubenslosigkeit der Menschen und der Zerstörung der Stadt Potsdam entgegenzuwirken.
Ihr Burkhart Franck
Am 13. September 2009 um 18:56 Uhr
Hallo,
steht nicht auf dem Platz, wo die Kirche hin soll das Rechenzentrum? Was soll denn damit geschehen? Zumindest die Mosaiken sind doch bestimmt erhaltenswert!
Wäre schön, wenn mal jemand antwortet …
Stellungnahme FWG:
Sehr geehrter Herr Nyme,
das Rechenzentrum muß spätestens dann abgerissen werden, wenn das Kirchenschiff gebaut wird. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg muß vorher umziehen. Die Mosaiken zum Thema “Der Mensch erobert den Weltraum” stehen zwar nicht unter Denkmalschutz, sollen aber erhalten werden. Ihr zukünftiger Aufstellungsort ist noch ungewiß. Ich z.B. plädiere für einen Standort im Lustgarten, neben dem Denkmal “Herz und Flamme der Revolution”.
Ihr Burkhart Franck