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Aufstieg der jungen Hohenzollernmonarchie
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Aufstieg der jungen Hohenzollernmonarchie

Die Basis für den Aufbau der jungen Hohenzollernmonarchie bildeten die Kirche und das Militär. Friedrich Wilhelm I., auch als ‚Soldatenkönig’ bekannt, war trotz dem Ausbau Preußens zu einem Militärstaat kein kriegerischer Herrscher. Seine Regierung prägte eine lange Zeit des Friedens.

Gelegenheit für den sparsamen König, der nicht wie sein Vater Friedrich I. für Prunk und Pomp zu haben war, ein prächtiges Bauwerk in Auftrag zu geben: 1730 begann Philipp Gerlach mit dem fünf Jahre währenden Bau der Hof- und Garnisonkirche. Mit der Erbauung der Garnisonkirche wurde ein Symbol für die Wertvorstellungen des preußischen Königreichs geschaffen: Tiefe religiöse Verwurzelung im calvinistischen Protestantismus in Kombination mit weltlichem Herrschafts- und Machtanspruch.

Die Garnisonkirche war ein mächtiges Hauptwerk des preußischen Barock: Der Turm war 88 Meter hoch, sein Sockel verfügte über 8 Meter starke Eckmauern, das Kirchenschiff bot 2.500 Sitzplätze. In der Gruft hinter der Kanzel fanden die Särge des Soldatenkönigs und -entgegen seinem letzten Willen – auch Friedrich der Große ihren Platz.