
Die Garnisonkirche und ihre Architektur
Der vom König bestimmte Bauplatz an der Breiten Straße ermöglichte es dem Architekten Philipp Gerlach (1679-1748) nicht, den Glockenturm als „point de vue“ in eine Straßenachse zu stellen. Jedoch in ganzer Tiefe aus der Häuserzeile herausgerückt, beherrschte er völlig das Straßenbild, ließ aber den Durchblick zum Stadtschloß und in die Gegenrichtung zum Neustädter Tor frei.
Diese Turmdominante bildete zusammen mit der Heiligengeist- und Nikolaikirche den charakteristischen Potsdamer „Dreikirchenblick“. Zahlreiche Sichtachsen der von Peter Joseph Lenné (1789-1866) gestalteten Havellandschaft mit ihren Aussichtspunkten treffen am Standort der Garnisonkirche zusammen.