Wichtige Daten zur wechselvollen Geschichte der Kirche kurz zusammen gefasst
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Die Garnisonkirche ist so eng mit der preußisch-deutschen Geschichte verbunden, dass sie als Symbol für den Aufstieg der jungen Hohenzollernmonarchie und den Untergang Preußens wahrgenommen wird. Sie gilt als Kristallisationspunkt preußischer Identität und steht im Spannungsbogen von Religiosität und weltlichem Machtanspruch. Zwischen Missbrauch und Widerstand sowie Zerstörung und Neuanfang spiegelt sie die Brüche und Aufbrüche deutscher Geschichte.
Deshalb spielt gerade diese Kirche für unsere Wahrnehmung der jüngeren deutschen Geschichte eine große Rolle. Die vielen Brüche und Schwerpunkte der letzten 300 Jahre deutscher Findung und Staatswerdung kristallisieren sich hier wie an kaum einem anderen Ort. Die vielfältigen Interpretationen und Auslegungen sind bis in unsere Tage oftmals höchst kontrovers diskutiert und emotional aufgeladen worden. Das Thema ist aktueller denn je.
Gerade in Potsdam, an der Schnittstelle zwischen Ost- und West bildet sich eine neue Gesellschaft, die sich an diesem zwiespältigen Stück deutscher Geschichte stößt und reibt, sie aber auch als unsere Wurzeln begreift, die es reflektiert zu betrachten gilt. Vor allem für die junge Generation, die heutigen Schulabgänger, ist eine Auseinandersetzung mit diesem Thema von großer Bedeutung.
Ausgehend von der Auseinandersetzung mit dieser geschichtlichen Basis, gilt es sich zukunftsorientiert mit den Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen, eine Brücke zu schlagen von unseren geschichtlichen Erkenntnissen zu den Erfordernissen der Moderne.
Welcher Ort würde sich hierzu besser eignen als die Garnisonkirche mit ihrem Symbolcharakter, einem Ort, an dem der ‚genius loci’ das Bindeglied zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft ist.